Projekte

 

Das erste Projekt, das die Association ALPACA ins Leben gerufen hat, sind die sogenannten „Cocinas mejoradas“, sozusagen Multifunktionskochstellen, bei denen der Rauch des Brennholzes durch einen Kamin abgeleitet und die Abwärme zur Erwärmung von Wasser genutzt wird.

Das hört sich eigentlich nicht sehr innovativ an. Man muss jedoch wissen, dass peruanische Lehmhütten zumeist nur aus einem einzigen Wohn- und Schlafraum mit einer primitiven Kochstelle bestehen. Der Grad der Wärmenutzung ist miserabel. Der Rauch des Brennholzes wird nicht über

einen Kamin abgeleitet. Atemwegserkrankungen, u.a. bei den Kindern, sind die Folge.

Die aus vor Ort verfügbaren Baumaterialien hergestellten Multifunktionskochstellen haben nicht nur eine wesentlich bessere Energieausbeute als die gewöhnlichen Kochstellen (bis zu 60% Brennholzersparnis), der Rauch wird zudem durch einen Kamin abgeleitet und erwärmt Wasser (warmes Wasser ist in den Anden nach wie vor Luxus). Die Raumluft wird weniger belastet.

Traditionelle Kochstelle in einem peruanischen Haus und  rechts: eine neu “Cocina mejorada“:

 

Die relativ einfache Konstruktionsweise soll bewusst auch das „Kopieren“ der Kochstelle für Privathaushalte ermöglichen und so zur Verbreitung dieser nützlichen Erfindung beitragen. Erfreulicherweise sind mittlerweile auch die örtlichen Behörden auf unser Projekt aufmerksam geworden, so dass Jean-Pierre Le Bot bei einem Besuch im Mai 2007 Kooperationsverträge mit einigen Gemeinden abschließen konnte, die sich in die Finanzierung von 1000 (!) Küchen innerhalb der nächsten sieben Jahre einbringen werden.

Weitere Projekte:

-         Studienstipendien in Form von Patenschaften für junge peruanische Frauen vorgesehen, denen sonst der Weg zur Universität verwehrt bliebe,

-         Finanzierung eines geländegängigen Motorrades, um dem Gesundheitsposten in Combapata die medizinische Versorgung entfernter Bergdörfer zu ermöglichen.